Wunderwelt Gewürze: gesund und lecker

Gewürze und Kräuter gehören zum Kochen dazu – sie verleihen Gerichten ihren typischen Geschmack und sind sogar häufig noch gesundheitsfördernd. Gerade in der Winterzeit kommen viele auf den Geschmack, denn Gewürze stehen mitunter für Gemütlichkeit, Wärme oder die liebste (Weihnachts-)Nascherei. Wir haben unsere fünf Lieblingsgewürze zusammengestellt, die besonders gesund oder raffiniert sind und in keiner Küche fehlen sollten.

Exotische Kapseln: Kardamom

Kardamom ist ein exotisches Gewürz in Form kleiner Kapseln. Er gehört zu den Ingwergewächsen. Die grünlichen Kapseln halten das Aroma am besten frisch und sind gegenüber bereits gemahlenem Kardamom zu bevorzugen. Im Ayurveda und in der traditionellen Pflanzenmedizin wird Kardamom wegen seiner angeblich verdauungsberuhigenden Wirkung geschätzt. Er ist außerdem hilfreich gegen Mundgeruch. In Indien reicht man ihn deshalb häufig nach einem Essen mit viel Knoblauch zum Kauen.

In süßen Speisen wie diesem Lebkuchenmousse kommt der charakteristische Kardamomgeschmack besonders zur Geltung, aber auch ein traditionelles Kichererbsencurry profitiert vom süßlichen Aroma der kleinen Kapseln.

Strahlendes Gelb: Kurkuma

Kurkuma, wegen seiner Farbe auch Gelbwurz genannt und von der Industrie als Farbstoff verwendet, gehört ebenfalls zu den Ingwergewächsen. Er wird u. a. wegen seiner positiven Effekte bei Rheuma und chronischen Darmerkrankungen, seiner anti-kanzerogenen Wirkung und zahlreichen anderen Effekten geschätzt. Da er so potent wirkt, sollten empfindliche Personen wie Schwangere allerdings nicht zu viel davon verzehren und von entsprechenden, hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln Abstand nehmen. Eventuelle negative Effekte sind noch nicht vollständig geklärt. Auch Menschen mit einem Risiko für Nierensteine sollten nicht zu viel Kurkuma verzehren. Dies gilt vor allem für die Kombination von Kurkuma mit schwarzem Pfeffer wie z. B. in »goldener Milch«, denn schwarzer Pfeffer kann die Bioverfügbarkeit von Kurkuma um das 2000-fache steigern. Für alle anderen ist die leckere Kaffee-Alternative allerdings sehr gesund.

Die ganze Kurkumawurzel kann z. B. in diesem Vitamin-C-reichen Smoothie verarbeitet werden. Eine Messerspitze Kurkuma schmeckt man kaum, färbt aber Soßen wie diese Hollandaise ganz ohne Ei schön gelb.

Winterliche Wärme: Zimt

Zimt verbinden viele Menschen vor allem mit der Weihnachtsbäckerei. Die Rinde des Zimt-Lorbeerbaumes rollt sich fein geschnitten in die typischen Röllchen auf. Wichtig ist hier allerdings die Wahl der Zimtsorte: Der hochwertige Ceylon-Zimt stammt von jungen Sträuchern und enthält deutlich weniger natürliches, aber in größeren Mengen gesundheitsschädliches Cumarin als der günstige Cassia-Zimt (auch »China-Zimt«) von ausgewachsenen Bäumen. Ceylon-Zimt kauft man am besten im Bioladen. Zimt hat – gering dosiert – gesundheitliche Vorteile wie etwa einen sehr hohen Antioxidantien-Gehalt (mehr zu Antioxidantien finden Sie hier). Außerdem wird diskutiert, ob Zimt möglicherweise eine positive Wirkung auf den Blutzucker- und Cholesterinspiegel bei Diabetes hat.

Bei all den Zimtsternen und Spekulatius in der Weihnachtszeit: Probieren Sie doch mal etwas Herzhaftes mit Zimt und verwenden Sie ihn in Tomatensoßen oder im festtagstauglichen Seitanbraten.

Intensiv schmeckende Samen und Blätter: Koriander

Neben den frisch-grünen Blättern sind auch die gemahlenen Samen der Korianderpflanze ein beliebtes Gewürz. Vor allem in asiatischen Speisen ist Koriander in beiden Formen beliebt. Neben Kümmel, Anis und Fenchel sind Koriandersamen allerdings auch ein Bestandteil von traditionellen Brotgewürzmischungen in unseren Breiten. Die intensiven ätherischen Öle und Inhaltsstoffe in Koriandersamen und -blättern können laut Laborstudien u. a. anti-oxidativ, krampflösend, verdauungsfördernd und entzündungshemmend wirken. Der im Koriander enthaltene Stoff Dodecenal konnte im Labor sogar Salmonellen abtöten. In Studien mit menschlichen Probandinnen und Probanden zeigte Koriander eine antioxidative und -arthritische Wirkung. Wem das Kraut absolut nicht schmeckt, der könnte übrigens zu einer bestimmten Gruppe Menschen gehören, die rein genetisch bedingt den Geruch von Koriander unangenehm findet.

Im indisch-gewürzten Dhal schmeckt gemahlener Koriander besonders lecker. Auch in einer aromatischen Chai-Trinkschokolade darf das Gewürz nicht fehlen. Eine pikante, orientalisch-mediterrane Gewürzmischung mit Koriander passt gut zu Fleischalternativen.

Vielseitige Würze: Cumin (Kreuzkümmel)

Cumin, auch als Kreuzkümmel bekannt, hat ein charakteristisches und würziges Aroma. Er fällt vor allem durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten auf, denn er gehört sowohl zur orientalischen und asiatischen Küche als auch zu lateinamerikanischen und afrikanischen Gerichten dazu. Studien zu Cumin gibt es leider nur wenige. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass eine Gewürzmischung mit Kreuzkümmel, Koriander und Muskat bei Arthrosebeschwerden hilft. Traditionell, u. a. auch in der ayurvedischen Medizin, wird Cumin u. a. bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt.

Cumin schmeckt lecker in asiatischen Gerichten, z. B. in scharf gewürzten Kichererbsen: Dieses Rezept für aromatische »Kadala thel dala« enthält außerdem noch eine Vielzahl weiterer, hier genannter Gewürze, ähnlich wie die indischen Bratkartoffeln. Hummus ohne Kreuzkümmel zuzubereiten wäre fatal – probieren Sie doch einmal diese Paprika-Variante. Dieses mexikanische Chili kann ebenfalls nicht auf Cumin verzichten.

Die Würze macht’s: Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren dieser leckeren und gleichzeitig gesunden Gewürze.


Foto © Yulia Davidovich – Shutterstock

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