Vegane Schokolade

Dieser Artikel ist für alle Schokoladen-Liebhaber:innen! Wir haben für Sie alles zusammengefasst, was Sie über vegane Schokolade wissen müssen. Wo Sie sie finden, woraus sie besteht und was an herkömmlicher Schokolade oftmals nicht vegan ist. Dazu kommt eine Auswahl köstlich schokoladiger Rezepte und sogar eine Anleitung, um Schokolade ganz einfach selbst herzustellen. Doch fangen wir vorne an.

Wo finde ich vegane Schokolade?

An vegane Schokolade zu kommen, ist schon lange kein Hexenwerk mehr. Das Angebot ist mittlerweile groß und wächst stetig. Die größte Auswahl gibt es meist in Bioläden, Reformhäusern, Online-Shops oder auch Drogerien, wie dm, Budni, Rossmann oder Müller. Doch auch in den normalen Supermärkten werden Sie heutzutage schnell fündig. Discounter haben vielleicht weniger vegane Schokolade im Sortiment, doch meistens bieten auch diese wenigstens eine Sorte an.

Wie erkenne ich, ob eine Schokolade vegan ist?

Das ist gar nicht schwer. Auf vielen Schokoladentafeln steht schon »vegan« drauf – und wenn nicht? Dann hilft ein schneller Blick auf die Zutatenliste.

Die häufigsten tierlichen Bestandteile in Schokolade sind Milch, Magermilchpulver, Süßmolkenpulver und Butterreinfett. Seltener finden sich auch Inhaltsstoffe, wie Milchzucker.

Und der Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich: Die Rittersport Marzipan ist beispielsweise vegan, ohne, dass sie das entsprechende Label trägt und damit ist sie bei Weitem nicht die einzige. Halbbitterschokolade ist manchmal »aus Versehen« vegan und Bitterschokolade, ab einem Kakaoanteil von 60%, meist auch.

Es gibt auch Hersteller, die ihre Produkte ganz bewusst nicht als »vegan« deklarieren, um keine Kunden abzuschrecken, die der pflanzenbasierten Ernährung kritisch gegenüber stehen.

Doch woraus besteht vegane Schokolade? Und welche Sorten gibt es?

Auch bei veganer Schokolade sind die Grundzutaten Kakaobutter, Kakao und Zucker. Die Milch wird hier einfach durch eine pflanzliche Alternative ersetzt. So gibt es Schokolade auf Reis-, Mandel-, Soja-, Kokos- oder Hafermilch-Basis. Manchmal ist es auch pflanzlicher Sirup, wie Reissirup, der als Ersatz verwendet wird.

Eine etwas ausgefallenere Variante ist Roh-Schokolade – oft auch »Raw Chocolate« genannt. Hierfür werden die Kakaobohnen bei der Herstellung nur kurz und bei sehr niedrigen Temperaturen geröstet und bleiben dadurch roh. So behält der Kakao einen Hauptteil seiner gesunden Inhaltsstoffe, wie Antioxidantien, Spurenelemente und B-Vitamine. Er gilt sogar als Superfood. Diese positiven Eigenschaften besitzt daher auch die Roh-Schokolade. Bekannt für ihre rohe Schokolade ist in Deutschland die Firma LOVECHOCK mit simplen Sorten wie »Extra Dark 93%«, aber auch ausgefallenen wie »Indischer Chai«.

Welche Schokoladen-Vorlieben Sie auch haben, ob Nuss-Nougat oder weiße Schokolade, mit Keksen oder Früchten, Sie müssen mittlerweile auf nichts mehr verzichten. Hier finden Sie ein paar leckere Empfehlungen aus unserem Produktguide.

Schokoladige Rezepte

Bevor Sie sich jetzt auf den Weg zum nächsten Supermarkt machen, um Ihre Schokoladenvorräte aufzufüllen, haben wir noch unsere liebsten Schokoladenrezepte für Sie.

Frisch aus dem Ofen

Wer liebt ihn nicht, den Schokoladenkuchen? Schnell gemacht ist der einfachste Schokokuchen der Welt. Sie können dieses Rezept auch gut als Grundlage nehmen und nach Belieben mit Schokostückchen, Glasur, Kirschen oder Nüssen verfeinern. Hier sind Ihnen keine Grenzen gesetzt – außer vielleicht das Volumen der Backform. Zwei weitere Klassiker: Diese super schokoladige Schokoladencremetorte oder diese kleinen Schokoladen-Cupcakes.

Kleine Schoko-Leckereien

Zwar auch aus dem Ofen, aber etwas ganz anderes, sind diese Schoko-Kicher-Cluster. Ähnlich wie Schoko-Crossies, nur mit Kichererbsen anstelle von Cornflakes. Klingt komisch? Schmeckt aber ganz wunderbar. Probieren Sie es selbst. Wer die klassische Variante bevorzugt, sollte sich an den Kokos-Schoko-Crunchies versuchen. Hier können Sie wieder mit den Zutaten spielen und die Kokosflocken durch Nusssplitter ersetzen oder vielleicht Gewürze, wie Zimt und Kardamom, hinzufügen.

Auch diese leckeren Schoko-Mousse-Kugeln sind leicht zuzubereiten und eignen sich außerdem prima als kleines Geschenk. Die Avocado sorgt für eine wunderbare Cremigkeit ohne den Geschmack zu verfälschen, während die Variante mit Banane etwas süßer ist.

Perfekt als Nachtisch

Mhh… zu einem luftigen Mousse au Chocolat oder einer duftenden Schoko-Crème Brûlée sagt wohl kein Schokoladenliebhaber nein. Was meinen Sie?

Etwas ausgefallener ist da die Schoko-NiceCream aus Süßkartoffeln. Definitiv einen Versuch wert!

Noch mehr Schokoladiges

Sie mögen es etwas gesünder und proteinreich? Dann ist dieser rohe Kichererbsen-Schokokuchen vielleicht etwas für Sie. Er kommt ganz ohne Mehl aus und setzt dafür auf Haferflocken und Nüsse.

Der Avocado-Schoko-Smoothie kombiniert fruchtiges mit Schokolade und ist ein wahrer Trinkgenuss. Und diese Chai-Variation der Trinkschokolade vereint aromatische Gewürze, wie Kardamom, Ingwer, Anis und Zimt mit reichhaltiger Schokolade.

Oder mögen sie Schokolade am liebsten schon zum Frühstück? Dann probieren Sie diesen Schoko-Nuss-Aufstrich. Er besteht aus nur 3 Zutaten und ist im Handumdrehen zubereitet.

Und wenn Ihnen das noch nicht genug ist, machen Sie doch mal Ihre eigene Schokolade.

Vegane Schokolade selbst herstellen…

… ist nämlich leichter als gedacht!

Sie benötigen dafür…

… Kakaobutter (100 g), Kakao (35 g oder mehr), ein Süßungsmittel nach Wahl (40 g; z. B. Agavendicksaft) und für die Cremigkeit ein Nussmus nach Wahl (50 g; z. B. Mandel- oder Cashewmus).
Kakaobutter finden Sie normalerweise im Bioladen oder auch in Drogerien.

Optional können Sie je nach Geschmack noch verschiedene Toppings hinzunehmen. Ob getrocknete Blüten, Krokant, Nüsse, Chia-Samen, Kokosflocken, das Mark einer Vanilleschote, Beeren oder Früchte: Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Für die Zubereitung…

… nehmen Sie die Kakaobutter und schmelzen Sie diese bei niedriger Hitze im Wasserbad. Nun runter vom Herd und die restlichen Zutaten hinzu. Alles gut verrühren bis eine einheitliche Masse entsteht, die Schokolade auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen oder in eine passende Silikonform füllen und nach Belieben mit Toppings bestreuen. Jetzt muss die Schokolade nur noch im Kühlschrank fest werden. Das dauert ca. 30 Minuten. Dann dürfen Sie probieren!

Da die selbstgemachte Schokolade schneller schmilzt als herkömmliche, sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Haben Sie Lust bekommen, eines der Rezepte auszuprobieren oder sogar ihre eigene Schokolade herzustellen? Vielleicht haben Sie noch ganz andere schokoladige Lieblingsrezepte oder Ideen, die Sie teilen möchten? Dann schauen Sie doch in unserer Facebook-Gruppe vorbei.

(ltb)

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